PiK
Praktikum in Kooperation mit Betrieben
Vom Sommer 2003 bis Januar 2009 führte FRESKO e.V. den berufsvorbereitenden Praktikumslehrgang PiK im Auftrag des Amtes für Soziale Arbeit der Landeshauptstadt Wiesbaden durch.
Der Lehrgang richtete sich an Jugendliche, die einen Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II hatten und unter 25 waren. Diese jungen Erwachsenen waren ohne abgeschlossene Berufsausbildung und hatten meist noch keine eindeutige Berufswahl getroffen. Ziel war es, die Chancen der Jugendlichen auf dem Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt zu verbessern.
Die Jugendlichen wurden nach Beratung durch den/die Fallmanager/in der Ausbildungsagentur in den Praktikumslehrgang verwiesen. Die Lehrgangsdauer lag üblicherweise bei sechs Monaten, konnte aber bei Bedarf und nach Absprache mit dem zuständigen Fallmanagement verkürzt oder verlängert werden. Der Lehrgang gliederte sich in zwei Phasen:
1. Orientierungsphase
Zum Projektbeginn, d. h. vor Aufnahme eines Praktikums, wurden die Teilnehmer/innen ganztags in den Räumlichkeiten von FRESKO e.V. unterrichtet und betreut. Angeboten wurde in dieser Zeit:
- Berufsorientierung
- Erweiterung des Berufswahlspektrums
- Bewerbungstraining
- Erstellen von aktuellen Bewerbungsunterlagen
- Begleitung und Unterstützung bei der Praktikums- bzw. Ausbildungsplatzsuche
2. Praktikumsphase
Die Teilnehmer/innen hatten im Rahmen von PiK die Möglichkeit, Betrieben kostenfreie und arbeitsrechtlich unverbindliche Praktika anzubieten. Dabei konnte es sich sowohl um Kurzpraktika zur Überprüfung des Berufswunsches als auch um Langzeitpraktika handeln, in denen die Jugendlichen den Betrieben ihre Eignung für den Ausbildungsberuf beweisen konnten. In dieser Zeit absolvierten die Teilnehmer/innen an vier Tagen in der Woche ein Betriebspraktikum, an einem Wochentag erhielten sie Mathematik-, Deutsch- und berufsbezogenen Unterricht. Die wesentlichen Ziele dieser Lehrgangsphase waren:
- Kennenlernen von spezifischen Anforderungen des Berufsfeldes
- Überprüfen der Arbeitsbereitschaft und Arbeitsfähigkeit des/der Teilnehmer/in
- Erwerb von fachpraktischen und fachtheoretischen Grundkenntnissen
- Verbesserung der bildungsmäßigen Voraussetzungen zur Ausbildungsaufnahme
- Förderung und Einübung von Einstellungen und Fähigkeiten, die für eine erfolgreiche Ausbildung oder Arbeitnehmertätigkeit notwendig waren
- Entwicklung von Selbstverantwortung